Beim Sortieren der Riftbound-Händler für unseren Vergleich ist mir ein kleiner Shop aus Berlin aufgefallen: Amzicards. Sealed, Sleeves, Playmats, das Übliche. Und dann eine Kategorie, die ich bei keinem anderen deutschen Händler gesehen habe: 3D-Druck-Zubehör aus eigener Fertigung. Deckboxen mit Magnetverschluss und einem Fenster für die Champion-Karte, dazu ein Tokenset für Ivern. Ich habe Ammar, der den Laden betreibt, ein paar Fragen geschickt, und er hat sie beantwortet. Vorweg zur Einordnung: Ich hatte die Box selbst noch nicht in der Hand, die Fotos stammen von ihm, und Kartenwacht verdient an Amzicards nichts.
Wer dahintersteckt
Ammar hat bis 2022 Yu-Gi-Oh! gespielt und dann eine Pause vom Kartenhobby eingelegt. League of Legends hat er dagegen viel gespielt, und als Riot daraus ein Sammelkartenspiel gemacht hat, war die Pause vorbei. Ende März 2026 hat er sich an Riftbound gewagt. Seine eigene Bilanz: Er bereut nur, dass er nicht von Anfang an dabei war. Aus dem Einstieg wurde ein Shop, der Riftbound-Sealed, Dragon-Shield-Sleeves und Playmats verkauft, einen deutschsprachigen Discord betreibt und kostenlose Online-Turniere ansetzt. Die 3D-Druck-Sachen sind sein eigenes Ding: Konzept, Design und Aufbau der Deckbox stammen von ihm.
Gedruckt wird nicht bei ihm zu Hause. Ein Bekannter, der an der TU Berlin mit 3D-Druck arbeitet, unter anderem mit organischen Materialien und Titan, hat sich privat ein gutes Setup aufgebaut und stellt Ammar die Geräte zur Verfügung. Pro Deckbox läuft der Drucker knapp neun Stunden. Das erklärt zwei Dinge: warum die Stückzahlen klein sind und warum die Box nicht 12,99 Euro kostet.
Die Deckbox
Die Box besteht aus drei Teilen: einer Hülle mit Hex-Muster, einer schwarzen Innenbox und einer Schublade. Zehn Neodym-Magnete halten das Ganze zusammen. Vorn sitzt ein Fenster, in das ein Toploader passt, damit dein Champion von außen sichtbar bleibt. Ein Toploader liegt bei, ebenso zwei kleine Würfel zum Anzeigen von Boni und Mali.
Platz ist reichlich: 110 gesleevte Karten im Mittelteil, weitere 18 hinten. Ein turnierfähiges Riftbound-Deck kommt mit Hauptdeck, Runen, Legend, Champion und Battlefields auf 57 Karten, es bleibt also Luft für Sideboard-Ideen oder Tokens. Außen misst die Box 126 mal 89 mal 116 Millimeter. Sie kostet 29,99 Euro und kommt in drei Farben: Galaxy Black, Galaxy Purple und Galaxy Blue.
Das Galaxy-Filament ist ein PLA mit Schimmerpartikeln. Auf den Fotos wirkt Galaxy Black eher dunkelblau, im Licht kippt der Ton je nach Winkel. Das Hex-Muster ist mitgedruckt, keine Folie.
Die Ivern-Tokens
Ivern, Friend to All aus „Unleashed" ist eine Karte, bei der man beim Ausspielen einen von vier Tags wählt: Bird, Cat, Dog oder Poro. Hat man am Ende alle vier Tiere unter seinen Einheiten, gibt es beim Erobern oder Halten eines Battlefields einen Punkt extra. Genau dafür ist das Set gedacht: vier quadratische Marker mit drei Zentimetern Kantenlänge, je ein Tier, damit am Tisch niemand nachfragen muss, welchen Tag Ivern gerade hat. Motiv und Akzente sind mit Seidenfilament gedruckt, das leicht schimmert. Ein schwarzer Samtbeutel ist dabei. Das Set kostet 6,99 Euro und geht auf Wunsch als Großbrief für 4,50 Euro raus.
Nebenbei: ein Acryl-Case fürs Display
Wer meinen Cyberpunk-Vorbestell-Guide gelesen hat, weiß, dass ich nach passenden Acryl-Cases suche. Amzicards führt eins für das Riftbound-Display, von der niederländischen Marke The Acrylic Box: 16,5 mal 13 mal 9,2 Zentimeter, mit UV-Schutz gegen Ausbleichen, für 24,99 Euro. Kein 3D-Druck, aber es passt zum Thema Sammlung.
Bestellen
Amzicards verschickt nur innerhalb Deutschlands, per DHL für 6,95 Euro, ab 150 Euro Bestellwert kostenlos. Bestellungen bis 14 Uhr gehen in ein bis zwei Werktagen raus, bei 3D-Artikeln kommt die Fertigungszeit dazu. Rückgabe innerhalb von 14 Tagen. Alle Angebote des Shops findest du auf seiner Händlerseite bei uns.